Interaktive Karte: Anlaufstellen für junge Erwachsene
Was ist die Transitionsphase
Die Transitionsphase bezeichnet den Übergang zwischen Jugend- und Erwachsenenalter. Sie umfasst etwa das Alter von 16 bis 25 Jahren. In dieser Lebensphase verändern sich vieles: Junge Menschen lösen sich zunehmend vom Elternhaus, beginnen eine Ausbildung oder ein Studium, starten ins Berufsleben und übernehmen mehr Verantwortung für ihr eigenes Leben.
Warum ist die Transitionsphase für die psychische Gesundheit so relevant?
Die meisten psychischen Erkrankungen treten erstmals im Jugend- und frühen Erwachsenenalter, bis zum 25. Lebensjahr, auf. Gleichzeitig findet in dieser Zeit auch der Wechsel von der kinder- und jugendpsychiatrischen oder -psychotherapeutischen Versorgung in die Versorgung für Erwachsene statt.
Eine erfolgreiche Behandlung in diesen wichtigen Jahren ist zentral, um die psychische Gesundheit zu stabilisieren und die langfristigen gesundheitlichen und sozialen Folgen psychischer Erkrankungen zu verhindern bzw. zu reduzieren. Deshalb ist die Transitionsphase für die psychische Gesundheit besonders wichtig.
Warum sind spezifische Versorgungsangebote wichtig?
In der Transitionsphase sind Therapieabbrüche häufig. Das liegt unter anderem daran, dass der Übergang von kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen in die Versorgung für Erwachsene durch verschiedene Hürden erschwert sein kann.
Spezifische transitionspsychiatrische und -psychotherapeutische Angebote können dabei helfen, diese Hürden zu verringern. Transitionspsychiatrische und -psychotherapeutische Angebote sind auf das Alter, die Entwicklung und die Bedürfnisse von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgerichtet. So können sie dazu beitragen, eine durchgehende und entwicklungsspezifische Behandlung beim Übergang vom Jugend- ins junge Erwachsenenalter sicherzustellen.
Forschungs-Highlight
Das TraCCS-Projekt des Deutschen Zentrums für Psychische Gesundheit (DZPG) möchte dazu beitragen, die Versorgungssituation von Patient:innen im Transitionsalter zu verbessern. Ein erster Schritt war die Erfassung der aktuellen Verbreitung und Charakteristika transitionspsychiatrischer und -psychotherapeutischer Versorgungsangebote in ganz Deutschland. Dafür wurden bestehende Transitionsangebote in Deutschland recherchiert und mit einem Online-Fragebogen zu ihren Versorgungsstrukturen, Zielgruppen und Therapieangeboten befragt. Außerdem wurden die erlebten Chancen und Herausforderungen im Transitions-Setting erfasst. 36 transitionsspezifische Angebote haben an der Befragung teilgenommen. Mit der Landkarte zu Transitionsangeboten sollen diese Informationen für Patient:innen, Angehörige, Fachpersonen und alle Interessierten leicht zugänglich und auffindbar sein.
Transitionsspezifische Angebote
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Stand: Oktober 2026