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Was sollten Forschende zu psychischer Gesundheit untersuchen? Über 5.500 Betroffene und Angehörige haben abgestimmt
Welche Fragen zu psychischen Erkrankungen erforscht werden, bestimmen bislang vor allem Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Doch decken sich deren Schwerpunkte mit den Fragen, auf die Betroffene und ihre Angehörigen dringend Antworten suchen?
Genau das wollteder Trialogische Zentrumsrat (TZR) des DZPG herausfinden. Dafür initiierten sie mit Prof. Isabel Dziobek und Dr. Silke Lipinski das Projekt KOMMIT – Forschungskompass Mentale Gesundheit. Menschen mit psychischen Erkrankungen und ihre Angehörigen waren dabei nicht nur gefragt, sondern gestalteten die Studie von der Planung über die Durchführung bis zur Auswertung aktiv mit.
Zunächst konnten sie eigene Forschungsthemen vorschlagen. Anschließend stimmten sie darüber ab, welche Fragen ihnen besonders wichtig sind. Mehr als 5.500 Menschen beteiligten sich an der bundesweiten Befragung, deren Ergebnisse in den Forschungskompass Mentale Gesundheit mündeten.
Gemeinsame Reform des Gesundheitssystems steht an erster Stelle
Der Forschungskommpass zeigt eindeutig: Betroffene und Angehörige wollen wissen, wie der Strukturwandel im Gesundheitssystem bestmöglich gelingen kann. Sie wollen außerdem bei den Reformen des Gesundheitssystems mitreden und mitentscheiden können.
Weitere wichtige Fragen kommen in der Rangfolge danach: Wie entstehen psychische Erkrankungen? Welche nicht-medikamentösen Behandlungen helfen? Und wie lassen sich psychische Erkrankungen verhindern, früher erkennen und besser behandeln?
Ein Vergleich mit der bisherigen öffentlichen Forschungsförderung in Deutschland zeigt: Viele Schwerpunkte decken sich, doch es gibt auch klaren Änderungsbedarf.