Leben mit einer psychischen Erkrankung: Was bedeutet das?
Eine psychische Diagnose kann erst einmal vieles auslösen: Erleichterung, weil das eigene Erleben endlich einen Namen bekommt. Unsicherheit, weil neue Fragen entstehen wie „Was bedeutet das jetzt für mein Leben?“
Psychische Erkrankungen sind häufig. In Deutschland ist jedes Jahr etwa jeder vierte Erwachsene betroffen. Das entspricht rund 17,8 Millionen Menschen. Trotzdem nimmt nur ein Teil der Betroffenen Kontakt zu Behandlerinnen und Behandlern auf. Das zeigt: Psychische Erkrankungen sind nichts Seltenes – aber viele Menschen bleiben mit ihren Beschwerden zunächst allein.
Das Thema geht uns also alle an: als Betroffene, Angehörige, Freundinnen und Freunde, Kolleginnen und Kollegen oder Fachleute. Diese Seite gibt einen ersten Überblick: Wann spricht man von einer psychischen Erkrankung? Wann ist professionelle Hilfe sinnvoll und wo finde ich sie? Was verändert sich durch eine Diagnose im Alltag, im Beruf oder bei Versicherungen? Und wem kann oder sollte man von einer psychischen Erkrankung erzählen?
Denn viele Menschen haben nach einer Diagnose zwar eine Antwort: Sie wissen besser, wie ihre Beschwerden einzuordnen sind. Gleichzeitig entstehen neue Fragen: Werde ich wieder gesund? Kann ich weiterarbeiten? Kann ich eine Familie gründen? Muss ich jemandem von meiner Erkrankung erzählen? Was passiert mit Versicherungen? Darf ich Auto fahren? Und bin ich jetzt anfälliger für andere Erkrankungen?
Diese Seite gibt Orientierung. Sie ersetzt keine ärztliche, psychotherapeutische, rechtliche oder versicherungsfachliche Beratung. Aber sie hilft, die wichtigsten Fragen zu sortieren – und nächste Schritte zu planen.
Eine Diagnose ist kein Urteil über einen Menschen. Sie beschreibt Beschwerden, Muster und Behandlungsbedarf zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Was bedeutet meine Diagnose?
Eine psychische Diagnose kann vieles auslösen. Manche Menschen sind erleichtert: Endlich gibt es einen Namen für das, was sie erleben. Andere erschrecken: Bedeutet das jetzt, dass ich dauerhaft krank bin? Wer erfährt davon? Wird mir weniger zugetraut? Bin ich noch belastbar?
Eine Diagnose kann entlasten. Sie kann zeigen: Ich bilde mir das nicht ein. Andere kennen ähnliche Symptome. Es gibt Behandlungswege. Sie kann auch helfen, Unterstützung zu bekommen, zum Beispiel Psychotherapie, Medikamente, Beratung, Reha, Krankschreibung oder Hilfen im Alltag.
Sie kann aber auch verunsichern. Manche Menschen haben Sorge, auf diese Diagnose reduziert zu werden. Deshalb ist wichtig: Eine Diagnose beschreibt nicht den ganzen Menschen. Sie sagt nichts darüber aus, wie liebevoll, verantwortungsvoll, klug, kreativ, arbeitsfähig oder zukunftsfähig jemand ist.
Diagnosen sind außerdem keine abschließenden Urteile. Beschwerden können sich verändern, Verläufe können sich stabilisieren. Und Menschen können Rückfälle erleben, neue Bewältigungsstrategien entwickeln oder andere Behandlungswege finden. Manchmal wird eine Diagnose im Verlauf angepasst, weil neue Informationen vorliegen oder sich zeigt, dass eine andere Einordnung besser passt.
Entscheidend ist deshalb nicht nur der Name der Diagnose. Entscheidend ist, was daraus folgt: Was bedeutet die Erkrankung für meinen Alltag, meine Beziehungen, meine Arbeit und meine Zukunft? Was hilft mir, stabiler zu werden? Welche Behandlung passt zu mir? Und wie kann ich lernen, Warnzeichen früher zu erkennen und gut mit schwierigen Phasen umzugehen?
Eine Diagnose ist ein wichtiger Schritt für Behandlung, Verständnis und Unterstützung. Sie ist kein Urteil über einen Menschen.
Werde ich wieder gesund?
Psychische Erkrankungen können sehr unterschiedlich verlaufen. Manche Menschen erleben eine einzelne Krankheitsphase und werden wieder gesund. Andere haben wiederkehrende Beschwerden, die mit Behandlung seltener oder weniger ausgeprägt werden. Wieder andere leben länger mit einer psychischen Erkrankung.
Psychische Erkrankungen sind behandelbar. Behandlung kann helfen, eine akute Krise zu stabilisieren, Beschwerden zu lindern, Rückfälle zu verhindern und den Alltag wieder bewältigbarer zu machen. Was dafür nötig ist, ist individuell verschieden: Manche Menschen brauchen vor allem Psychotherapie, andere zusätzlich Medikamente, manche auch Unterstützung im Alltag, in der Familie oder am Arbeitsplatz. Entscheidend ist, gemeinsam mit Fachleuten zu klären: Was belastet am meisten? Was hilft jetzt? Und was stärkt langfristig?
„Gesund werden“ bedeutet nicht für alle dasselbe. Für manche heißt es: Die Symptome verschwinden vollständig. Für andere heißt es: Sie erkennen Warnzeichen früher. Rückfälle werden seltener. Krisen werden kürzer. Beziehungen stabilisieren sich. Arbeit, Ausbildung oder Studium werden wieder möglich. Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und Stabilität im Alltag kommen zurück.
In der internationalen Recovery-Forschung wird Genesung deshalb nicht nur als Symptomfreiheit verstanden. Recovery meint auch, wieder Handlungsspielraum zu gewinnen, Beziehungen zu leben, eigene Ziele zu verfolgen, Hoffnung zu entwickeln und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Der WHO-Weltbericht zur psychischen Gesundheit betont ebenfalls, dass Versorgung nicht nur Symptome verringern, sondern Teilhabe, Rechte und Lebensqualität stärken soll.
Ein Rückfall bedeutet nicht, dass jemand versagt hat. Er kann ein Hinweis sein: Die Behandlung muss angepasst werden. Die Belastung ist gerade zu hoch. Verhalten / Tätigkeiten, Medikamente, Schlaf, Arbeit, Beziehungen oder Unterstützung müssen neu sortiert werden.
Hilfreicher als die Frage „Geht das wieder weg?“ sind oft konkrete nächste Fragen:
- Was hilft mir, stabiler zu werden?
- Woran erkenne ich früh, dass es mir schlechter geht?
- Wer kann mich unterstützen?
- Welche Behandlung passt zu mir?
- Was stärkt mich in ruhigeren Zeiten?
Wo bekomme ich Hilfe?
Nach einer Diagnose ist die wichtigste Frage oft: Wer hilft mir jetzt? Und was ist der nächste sinnvolle Schritt?
Eine Diagnose bedeutet nicht automatisch, dass damit ein einziger möglicher Behandlungsweg vorgezeichnet ist. Denn die Antworten auf wichtige Fragen sind hoch individuell: Wie stark sind meine Beschwerden? Was belastet meinen Alltag am meisten? Habe ich eventuell körperliche Erkrankungen oder nehme ich Medikamente ein, die eine Rolle spielen? Brauche ich Psychotherapie, soziale Unterstützung, eine Krankschreibung, eine Klinikbehandlung oder erst mal Beratung und Orientierung?
Wichtig ist: Behandlung muss nicht an einer einzigen Stelle stattfinden. Häufig arbeiten mehrere Anlaufstellen zusammen. Die hausärztliche Praxis kann körperliche Ursachen und Begleiterkrankungen prüfen, krankschreiben und überweisen. Psychotherapeutische Praxen können in einer Sprechstunde einschätzen, welche Hilfe sinnvoll ist, und je nach Situation Psychotherapie oder Akutbehandlung anbieten. Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie können Diagnosen einordnen, Medikamente verordnen, psychiatrisch behandeln und mehrere Behandlungsbausteine abstimmen. Psychiatrische Institutsambulanzen sind vor allem für Menschen mit schweren, wiederkehrenden oder komplexen Erkrankungen da. Beratungsstellen, psychosoziale Dienste und Selbsthilfegruppen können unterstützen, wenn es um Alltag, Familie, Arbeit, Krisen, Substanzkonsum oder Orientierung im Hilfesystem geht. Mehr Informationen zu Anlaufstellen und Angeboten finden Sie hier.
Wenn schnelle Hilfe nötig ist, sollte nicht gewartet werden. Bei akuter Selbstgefährdung, Suizidgedanken, schwerer Krise, Kontrollverlust oder wenn jemand nicht mehr sicher allein bleiben kann, ist der Notruf 112 die richtige Anlaufstelle. Unter diesem Link finden Sie mehr Informationen zu Hilfe in akuten Krisen.
Nach einer Diagnose geht es nicht nur um die Frage „Welche Erkrankung habe ich?“, sondern auch um die Frage: „Welche Hilfe passt jetzt zu meiner Situation?“
Wann besteht eine akute Krise?
Eine akute Krise besteht, wenn die seelische Not so stark wird, dass Sicherheit, Orientierung oder Selbstkontrolle gefährdet sind. Das kann zum Beispiel der Fall sein, wenn jemand nicht mehr weiterleben möchte, sich selbst verletzen will, Stimmen hört, sich verfolgt fühlt, unter starkem Realitätsverlust leidet, tagelang nicht schläft, extrem getrieben ist, nicht mehr für sich sorgen kann oder andere Menschen gefährdet sein könnten.
Dann ist die Frage: Welche Hilfe ist sofort erreichbar?
Wenn unmittelbare Gefahr besteht, rufen Sie den Notruf 112 oder suchen Sie die nächste psychiatrische Notaufnahme auf. Wenn Sie nicht allein bleiben sollten, wenden Sie sich an eine vertraute Person, Angehörige, Nachbarn oder jemanden, der bei Ihnen bleiben kann.
Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und vertraulich erreichbar:
0800 111 0 111 oder 116 123
www.telefonseelsorge.de
Wichtig: Suchen Sie bei Suizidgedanken Hilfe.
Kann ich weiter arbeiten?
Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen arbeiten, studieren, führen Teams, versorgen Familien, engagieren sich ehrenamtlich oder tragen beruflich Verantwortung. Eine Diagnose bedeutet nicht automatisch, dass jemand arbeitsunfähig ist.
Entscheidend ist die persönliche Situation: Was ist im Moment möglich – und was nicht? Arbeit kann stabilisieren: Sie kann Struktur, soziale Kontakte, Einkommen, Selbstwirksamkeit und Normalität geben. Arbeit kann aber auch überfordern oder Teil des Problems sein, etwa bei dauerhaftem Stress, Schichtarbeit, Mobbing, ständiger Erreichbarkeit oder fehlender Unterstützung. Dann muss auch gefragt werden: Was an der Arbeit belastet mich? Was müsste sich ändern? Und ist dieser Arbeitsplatz im Moment mit meiner Gesundheit vereinbar?
Auch die Art der Tätigkeit spielt eine Rolle. Es ist ein Unterschied, ob jemand überwiegend am Schreibtisch arbeitet, Bücher sortiert, Kinder betreut, Patientinnen versorgt, schwere Maschinen bedient, Lkw fährt oder ein Flugzeug steuert. In sicherheitsrelevanten Berufen können Einschränkungen bei Schlaf, Konzentration, Reaktionsfähigkeit, Realitätsbezug, Impulskontrolle, Medikamentennebenwirkungen oder Substanzkonsum andere Folgen haben als in Tätigkeiten ohne unmittelbare Verantwortung für die Sicherheit anderer Menschen.
Das bedeutet nicht, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen solche Berufe grundsätzlich nicht ausüben können. Es bedeutet: Manchmal ist eine Krankschreibung der richtige Schritt, um Sicherheit und Gesundheit zu schützen.
Wenn Arbeiten vorübergehend nicht möglich ist, kann der Arzt oder die Ärztin eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen. Der Arbeitgeber muss dann wissen, dass eine Arbeitsunfähigkeit besteht und wie lange sie voraussichtlich dauert. Die Diagnose wird dabei nicht genannt.
Wenn eine Rückkehr an den Arbeitsplatz ansteht, kann sie schrittweise geplant werden – zum Beispiel über eine stufenweise Wiedereingliederung, angepasste Aufgaben, veränderte Arbeitszeiten, mehr Pausen, einen ruhigeren Arbeitsplatz oder einen Wechsel bestimmter Tätigkeiten. Wer innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig war, hat Anspruch auf ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, kurz BEM. Dabei wird gemeinsam geprüft, wie die Rückkehr gelingen kann und welche Unterstützung sinnvoll ist.
Eine Diagnose entscheidet nicht automatisch über Arbeitsfähigkeit. Entscheidend ist, was gerade möglich ist, welche Verantwortung die Tätigkeit mit sich bringt und ob Arbeit stabilisiert oder zusätzlich belastet. Das kann auch Thema in einer Therapie sein.
Muss ich meinem Arbeitgeber die Diagnose sagen?
Nein. Wer arbeitsunfähig ist, muss dem Arbeitgeber mitteilen, dass er oder sie nicht arbeiten kann und wie lange die Arbeitsunfähigkeit voraussichtlich dauert. Die medizinische Diagnose muss nicht genannt werden.
Auch bei der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung, kurz eAU, sieht der Arbeitgeber keine Diagnose. Beschäftigte müssen den Arbeitgeber zwar selbst informieren, dass sie arbeitsunfähig sind. Die Bescheinigung selbst müssen sie meist nicht mehr einreichen: Die Arztpraxis übermittelt die eAU an die Krankenkasse, der Arbeitgeber ruft die AU-Daten dort ab. Informationen zur Diagnose werden dabei nicht übermittelt.
Was, wenn meine Erkrankung sicherheitsrelevant ist?
Etwas anderes ist die Frage, ob jemand seine Tätigkeit aktuell sicher ausüben kann. Wer merkt, dass das im Moment nicht geht – zum Beispiel wegen starker Müdigkeit durch Medikamente, akuter Krise, deutlich beeinträchtigter Wahrnehmung oder Konzentration –, sollte die Arbeitsfähigkeit ärztlich abklären lassen. Das gilt besonders in Berufen mit Verantwortung für andere Menschen oder für Sicherheit, etwa in der Kinderbetreuung, Pflege, im Straßenverkehr, beim Bedienen von Maschinen oder in anderen sicherheitsrelevanten Tätigkeiten.
Wenn aktuell keine Arbeitsfähigkeit besteht, kann eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausgestellt werden. Auch dabei wird dem Arbeitgeber keine Diagnose mitgeteilt. Wenn nur einzelne Aufgaben vorübergehend nicht sicher möglich sind, kann eine betriebsärztliche Einschätzung helfen. Betriebsärztinnen und Betriebsärzte unterliegen der ärztlichen Schweigepflicht. Sie dürfen dem Arbeitgeber keine Diagnosen oder medizinischen Details weitergeben. Sie können aber arbeitsbezogen einschätzen, ob bestimmte Tätigkeiten möglich sind, ob Einschränkungen bestehen oder ob vorübergehend Anpassungen nötig sind.
Im Mittelpunkt steht also nicht die Diagnose, sondern die Frage: Was ist aktuell sicher möglich und welche Unterstützung oder Anpassung ist nötig? Besprochen werden können zum Beispiel veränderte Arbeitszeiten, vorübergehend andere Aufgaben, zusätzliche Pausen, eine stufenweise Wiedereingliederung oder der Verzicht auf einzelne besonders belastende oder sicherheitsrelevante Tätigkeiten.
Wann kommt ein Betriebliches Eingliederungsmanagement infrage?
Wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig waren, muss der Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement anbieten, kurz BEM. Im BEM wird gemeinsam geprüft, wie die Rückkehr an den Arbeitsplatz gelingen kann und welche Unterstützung sinnvoll ist, zum Beispiel eine stufenweise Wiedereingliederung, angepasste Aufgaben oder veränderte Arbeitszeiten.
Wichtig: Im BEM muss keine Diagnose offengelegt werden. Es kann darum gehen, welche Einschränkungen bestehen und welche Unterstützung die Rückkehr erleichtert, ohne jedes medizinische Detail zu nennen. Wer unsicher ist oder Druck erlebt, sollte sich Unterstützung holen: bei behandelnden Ärztinnen und Ärzten, beim Betriebsarzt, Betriebsrat oder Personalrat, bei der Schwerbehindertenvertretung, einer Sozialberatung, Gewerkschaft oder unabhängigen Rechtsberatung.
Kann ich wegen einer psychischen Erkrankung gekündigt werden?
Eine psychische Diagnose allein ist kein Kündigungsgrund. Der Arbeitgeber darf also nicht sagen: „Sie haben eine Depression, Psychose oder Angststörung – deshalb kündigen wir Ihnen.“
Schwieriger kann es werden, wenn jemand sehr lange oder immer wieder arbeitsunfähig ist. Dann geht es arbeitsrechtlich nicht um den Namen oder die Natur der Erkrankung, sondern um die Folgen für das Arbeitsverhältnis: Kann die Person ihre Arbeit auf absehbare Zeit wieder ausüben? Wie stark ist der Betrieb durch die Fehlzeiten belastet? Und gibt es Möglichkeiten, den Arbeitsplatz zu erhalten, zum Beispiel durch eine stufenweise Wiedereingliederung, veränderte Aufgaben, angepasste Arbeitszeiten, technische oder organisatorische Hilfen?
Wichtig ist: Eine krankheitsbedingte Kündigung ist rechtlich nicht einfach. Vorher muss geprüft werden, ob es mildere Lösungen gibt. Wenn Beschäftigte innerhalb eines Jahres länger als sechs Wochen arbeitsunfähig waren, muss der Arbeitgeber ein Betriebliches Eingliederungsmanagement, kurz BEM, anbieten. Im BEM wird gemeinsam überlegt, wie die Rückkehr gelingen kann und welche Unterstützung nötig ist.
Für Betroffene heißt das: Wer lange krank ist, häufig ausfällt oder Druck vom Arbeitgeber erlebt, sollte sich früh Unterstützung holen – zum Beispiel beim Betriebsrat oder Personalrat, bei der Schwerbehindertenvertretung, einer Gewerkschaft, einem Sozialverband, dem Integrationsfachdienst, einer unabhängigen Beratungsstelle oder einer Fachanwältin bzw. einem Fachanwalt für Arbeitsrecht.
Wichtig: Auch bei längerer Krankheit, BEM oder Wiedereingliederung muss die Diagnose dem Arbeitgeber nicht genannt werden. Entscheidend sind arbeitsbezogene Fragen: Welche Tätigkeiten sind möglich? Welche Einschränkungen bestehen? Welche Unterstützung kann die Rückkehr erleichtern?
Soll ich offen über meine Erkrankung sprechen?
Offenheit kann entlasten. Wer nicht mehr alles verbergen muss, spart Kraft. Andere können besser verstehen, was los ist und konkreter unterstützen: zum Beispiel durch flexible Arbeitszeiten, weniger Reizüberflutung, einen ruhigen Arbeitsplatz, eine stufenweise Rückkehr, Verständnis in der Familie.
Offenheit kann aber auch verletzlich machen. Nicht jedes Umfeld reagiert fair. Stigmatisierung, Gerüchte oder berufliche Nachteile sind begründete Sorgen. Deshalb gibt es kein allgemeines „Sag es“ oder „Sag es nicht“.
Die Forschung spricht häufig von Disclosure-Entscheidungen: Menschen wägen ab, wem sie was erzählen, wann und mit welchem Ziel. Prof. Nicolas Rüsch beschreibt in einer Übersicht zu „Honest, Open, Proud“, dass bewusste Offenlegungsentscheidungen helfen können, Stigma-Stress zu reduzieren – aber Offenheit immer kontextabhängig bleibt.
Ein hilfreicher Begriff ist ausgesuchte Offenheit: nicht alles allen erzählen, sondern selbst entscheiden.
Fragen, die helfen können:
- Was möchte ich erreichen?
- Brauche ich Entlastung, Verständnis, konkrete Unterstützung – oder nur eine Erklärung?
- Wer ist vertrauenswürdig?
- Was möchte ich auf keinen Fall erzählen?
- Welche Formulierung fühlt sich für mich richtig an?
- Was mache ich, wenn die Reaktion nicht gut ist?
Eine mögliche Formulierung im Beruf kann lauten:
„Ich bin aus gesundheitlichen Gründen aktuell eingeschränkt. Ich möchte nicht über die Diagnose sprechen, aber ich kann sagen, was mir hilft, um gut zurückzukommen.“
Spotlight Forschung
Offenheit abwägen: Was die Stigmaforschung zeigt
Soll ich anderen von meiner psychischen Erkrankung erzählen oder lieber nicht? Diese Frage ist oft schwer zu beantworten. Offenheit kann entlasten und Unterstützung möglich machen. Sie kann aber auch verletzlich machen, wenn Menschen mit Vorurteilen, Unsicherheit oder Ausgrenzung reagieren.
Der DZPG- und Stigmaforscher Prof. Nicolas Rüsch untersucht, wie Menschen mit psychischen Erkrankungen solche Entscheidungen treffen können. Ein Ansatz ist das Programm „In Würde zu sich stehen“, international bekannt als Honest, Open, Proud. Es unterstützt Betroffene dabei, bewusst zu entscheiden, wem sie was erzählen möchten – und wem nicht.
Der zentrale Gedanke: Es geht nicht darum, grundsätzlich offen zu sein oder zu schweigen. Es geht darum, eine Entscheidung zu treffen, die zur eigenen Situation passt. Hilfreich kann eine Art ausgesuchte Offenheit sein: nicht alles allen erzählen, sondern selbst bestimmen, welche Menschen welche Informationen bekommen.
Kann ich eine Familie gründen?
Werde ich meine psychische Erkrankung weitergeben? Können Kinder unter meiner Erkrankung leiden? Was bedeutet sie für meine Partnerschaft? Und was, wenn ich selbst unsicher bin, ob ich Kinder bekommen möchte? Solche Fragen sind normal, wenn man mit einer psychischen Erkrankung lebt und über Familie nachdenkt.
Eine psychische Erkrankung schließt Familiengründung nicht aus
Viele Menschen mit psychischen Erkrankungen leben in Partnerschaften, bekommen Kinder und übernehmen zuverlässig Verantwortung. Entscheidend ist nicht die Diagnose allein, sondern wie stabil ein Mensch mit der Erkrankung ist, welche Behandlung besteht, welche Unterstützung vorhanden ist und wie mit möglichen Krisen umgegangen werden kann.
Genauso legitim ist es, sich gegen Kinder zu entscheiden. Für manche Menschen bedeutet diese Entscheidung Entlastung, Freiheit oder Sicherheit. Auch das ist kein Scheitern, sondern eine persönliche Entscheidung.
Vulnerable Phase
Kinderwunsch, Schwangerschaft, Geburt und die erste Zeit mit Kind können psychisch vulnerable Phasen sein. Psychische Erkrankungen können in dieser Zeit neu auftreten oder sich verstärken. Gut belegt ist unter anderem, dass eine eigene Vorgeschichte psychischer Erkrankungen, depressive Beschwerden während der Schwangerschaft, belastende Lebensereignisse, Partnerschaftskonflikte, Gewalt, Substanzkonsum und fehlende soziale Unterstützung das Risiko für psychische Belastungen rund um die Geburt erhöhen können.
Keine Alleingänge bei Medikamenten
Wer Medikamente nimmt, sollte sie bei Kinderwunsch oder Schwangerschaft nicht eigenständig absetzen. Manche Medikamente können weiter sinnvoll sein, andere müssen angepasst werden. Entscheidend ist eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung: Welche Risiken hat das Medikament? Welche Risiken hätte ein Rückfall oder eine unbehandelte Erkrankung? Diese Fragen sollten möglichst früh mit Fachleuten besprochen werden – zum Beispiel mit Psychiaterin, Gynäkologe, Hausarztpraxis oder einer spezialisierten ärztlichen Beratungsstelle.
Schutz für Kinder erkrankter Eltern
Auch für Kinder psychisch erkrankter Eltern gilt: Eine Diagnose allein sagt nicht voraus, wie es einem Kind geht. Entscheidend ist, wie stark die Erkrankung den Alltag prägt, ob sie behandelt wird, ob es verlässliche Bezugspersonen gibt und ob die Familie Unterstützung erhält. Kinder können besonders belastet sein, wenn Eltern schwer erkranken, lange unbehandelt bleiben, wenig Unterstützung haben oder der Familienalltag stark von Krisen, Angst, Rückzug, Überforderung oder unberechenbarem Verhalten geprägt ist. Frühe Hilfen, stabile Bezugspersonen, Behandlung der Eltern und passende Unterstützung für die Familie können Kinder schützen und Eltern entlasten.
Krisenplan für die ganze Familie
Wenn eine Erkrankung mit Gewalt, Selbstverletzung, Suizidalität, schwerem Substanzkonsum oder Kontrollverlust verbunden ist, braucht es einen konkreten Schutz- und Krisenplan. Dann sollte nicht abgewartet werden. Wichtig ist, früh mit Fachleuten zu klären: Wer übernimmt die Betreuung, wenn ein Elternteil akut nicht sicher für ein Kind sorgen kann? Welche Warnzeichen gibt es? Wer wird angerufen? Welche Hilfen sind sofort erreichbar? Das kann mit behandelnden Ärztinnen und Ärzten, Psychotherapeuten, Frühen Hilfen, Jugendhilfe, Familienhebammen, sozialpsychiatrischen Diensten oder Beratungsstellen besprochen werden. Wenn ein Kind akut gefährdet ist, muss sofort Hilfe geholt werden – zum Beispiel über den Notruf 112, eine psychiatrische Notaufnahme, den regionalen Krisendienst oder das örtliche Jugendamt.
Manche Erwachsene fürchten diesen Schritt, weil sie Angst davor haben, dass ihnen das Sorgerecht entzogen werden könnte. Doch damit ist kein negatives Urteil über Eltern verbunden. Es ist Kinderschutz und Unterstützung zugleich. Deshalb gilt: Kinder brauchen Sicherheit, und Eltern brauchen Hilfe, bevor eine Krise eskaliert.
Was bedeutet meine Erkrankung für meine Kinder?
Mit einem psychisch erkrankten Elternteil aufzuwachsen, muss nicht bedeuten, dass sie selbst psychisch erkranken oder keine gute Kindheit haben. Im Gegenteil: Die Mehrheit der Kinder psychisch erkrankter Eltern entwickelt sich psychisch gesund. Entscheidend ist unter anderem, wie stark die Erkrankung den Familienalltag beeinflusst und welche Unterstützung das Kind und die Familie bekommen.
Besonders belastend ist es für Kinder, wenn sie nicht verstehen, was mit Mutter oder Vater los ist. Manche denken dann, sie seien selbst schuld. Andere trauen sich nicht, mit jemandem über die Situation zu Hause zu sprechen. Kinder können sich einsam fühlen oder zu viel Verantwortung übernehmen, etwa für Geschwister, den Haushalt oder sogar für das psychische Wohlbefinden des erkrankten Elternteils.
Was Eltern konkret tun können
Die Erkrankung erklären.
Kinder brauchen eine altersgerechte Erklärung dafür, warum sich Mutter oder Vater manchmal anders verhält. Wichtig ist die Botschaft: Du bist nicht schuld. Du musst die Erkrankung auch nicht „reparieren“.
Fragen zulassen.
Kinder sollten wissen, dass sie über die Erkrankung sprechen dürfen und mit ihren Sorgen nicht allein bleiben müssen.
Verlässlichkeit schaffen.
Feste Abläufe, klare Regeln und möglichst vorhersehbare Absprachen geben Sicherheit, gerade wenn die Erkrankung zeitweise Unruhe in den Alltag bringt.
Andere Erwachsene einbeziehen.
Eine Großmutter, ein Onkel, Freund:innen der Familie, Lehrkräfte oder andere vertraute Personen können wichtige zusätzliche Bezugspersonen sein. Emotionale Unterstützung innerhalb und außerhalb der Familie gehört zu den bekannten Schutzfaktoren.
Das Kind Kind sein lassen.
Kinder sollten nicht dauerhaft Aufgaben übernehmen müssen, die eigentlich bei Erwachsenen liegen. Dazu gehört auch, sie nicht für die Stabilisierung des erkrankten Elternteils verantwortlich zu machen.
Eigene Kontakte und Aktivitäten fördern.
Freundschaften, Schule, Sport, Vereine und andere Aktivitäten außerhalb der Familie können Halt geben und soziale Zugehörigkeit stärken.
Die eigene Behandlung ernst nehmen.
Hilfe für den erkrankten Elternteil kann auch das Familienleben entlasten. Sinnvoll kann zusätzlich Unterstützung für Erziehungsfragen oder den Familienalltag sein.
Früh Hilfe holen.
Wenn Eltern merken, dass sie mit Erziehung, Betreuung oder Familienalltag überfordert sind, müssen sie nicht warten, bis eine Krise entsteht. Unterstützen können zum Beispiel Beratungsstellen, sozialpädagogische Familienhilfen, Frühe Hilfen sowie behandelnde Ärzt:innen oder Psychotherapeut:innen.
Wenn es zu Hause krisenhaft wird
Bei schweren Krisen sollte vorher geklärt sein, wer für das Kind da ist, wenn ein Elternteil vorübergehend ausfällt. Wer kann das Kind abholen? Wo kann es übernachten? Wen darf es anrufen? Solche Absprachen können Kindern Sicherheit geben und Eltern entlasten.
Wenn Gewalt, schwere Selbstgefährdung, Suizidalität, starker Substanzkonsum oder Kontrollverlust eine Rolle spielen, braucht es professionelle Unterstützung und einen konkreten Krisenplan.
Spotlight Forschung: Urban Mental Health
Psychische Gesundheit dort stärken, wo Kinder leben
Psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen wird nicht nur in Arztpraxen oder Therapien geprägt. Auch Kita, Schule, Familie, Freizeit und das soziale Umfeld spielen eine wichtige Rolle.
Genau dort setzt das DZPG-Projekt „Urban Mental Health“ am Standort Bochum-Marburg an. Gemeinsam mit der Stadt Bochum untersucht das Forschungsteam, wie psychische Gesundheit im Alltag von Kindern und Jugendlichen besser gefördert werden kann. Einbezogen werden unter anderem Kitas, Schulen sowie Einrichtungen der Jugendhilfe und Beratung.
Ein wichtiger Ansatz ist, Fachkräfte zu stärken, die Kinder und Familien täglich begleiten. Sie sollen psychische Belastungen früher wahrnehmen, besser einordnen und wissen, welche Unterstützung möglich ist. Gleichzeitig geht es darum, Bedingungen in den Einrichtungen so zu gestalten, dass sie psychische Gesundheit fördern.
Kinder, Jugendliche, Eltern und Fachkräfte werden dabei in die Entwicklung der Maßnahmen einbezogen. Ziel ist ein Modell, das nicht erst ansetzt, wenn eine psychische Erkrankung entstanden ist, sondern Unterstützung möglichst früh und direkt im Lebensumfeld verfügbar macht.
Bin ich jetzt stärker gefährdet für andere Krankheiten?
Psychische und körperliche Gesundheit hängen eng zusammen. Das bedeutet nicht, dass psychische Erkrankungen „eigentlich körperlich“ sind. Es bedeutet: Schlaf, Stress, Bewegung, Medikamente, Ernährung, Einsamkeit, Substanzkonsum, Hormone, Entzündungsprozesse, Herz-Kreislauf-Risiken und Lebensbedingungen können sich gegenseitig beeinflussen.
Besonders gut belegt ist: Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen haben häufiger körperliche Begleiterkrankungen. Das ist ein gewichtiger Grund, körperliche Gesundheit konsequent mitzudenken und medizinische Selbstfürsorge ernst zu nehmen – auch wenn genau das bei manchen psychischen Erkrankungen schwerfallen kann. Dazu gehört, körperliche Veränderungen nicht vorschnell abzutun und regelmäßige Vorsorge- und Kontrolltermine wahrzunehmen. Sinnvoll können Checks sein zu Blutdruck, Blutzucker, Blutfetten, Gewicht, Schlaf, Bewegung, Substanzkonsum, Nebenwirkungen von Medikamenten und Herz-Kreislauf-Risiken. Wer Psychopharmaka nimmt, sollte mit der behandelnden Praxis besprechen, welche körperlichen Kontrollen sinnvoll sind.
Was passiert mit Versicherungen?
Eine psychische Erkrankung bedeutet nicht, dass man den bestehenden Krankenversicherungsschutz verliert. Das gilt für die gesetzliche Krankenversicherung und grundsätzlich auch für eine bereits bestehende private Krankenversicherung. Eine spätere Diagnose ist kein Kündigungsgrund. Wichtig wird das Thema vor allem, wenn neue private Versicherungen abgeschlossen werden sollen, denn Vorerkrankungen, Psychotherapie, psychiatrische Behandlung oder Medikamente können zu Risikozuschlägen, Leistungsausschlüssen oder Ablehnung führen.
Relevant wird die Frage danach auch, wenn bei einem früheren Antrag Gesundheitsfragen falsch oder unvollständig beantwortet wurden. Die Verbraucherzentrale weist bei der Berufsunfähigkeitsversicherung darauf hin, dass Gesundheitsfragen vollständig und richtig beantwortet werden müssen. Falsche Angaben können später dazu führen, dass der Versicherer wegen Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht vom Vertrag zurücktritt – im schlimmsten Fall genau dann, wenn Leistungen gebraucht werden.
Beim Neuabschluss einer privaten Krankenversicherung zählen Alter und Gesundheitszustand für Beitrag und Aufnahme; Vorerkrankungen können zu höheren Beiträgen führen.
Wichtig ist also: Aus Angst vor Folgen bei der Versicherung keine Hilfe zu suchen, wäre die falsche Reaktion. Unbehandelte Erkrankungen können schwerer werden und später gravierende Folgen haben. Es heißt aber: Wer in naher Zukunft eine private Versicherung, eine Berufsunfähigkeitsversicherung oder eine Verbeamtung plant, sollte sich frühzeitig unabhängig beraten lassen, bevor Anträge gestellt werden.
Darf ich weiter Auto fahren?
Eine psychische Erkrankung bedeutet in der überwältigenden Mehrheit der Fälle nicht, dass man nicht mehr Auto fahren darf, in der Regel sind kognitiv anspruchsvolle Tätigkeiten weiter möglich. Entscheidend ist nicht der Name der Diagnose, sondern der aktuelle Zustand: Wie aufmerksam, orientiert, realitätsbezogen, reaktionsfähig und kontrolliert ist die Teilnahme am Straßenverkehr möglich?
Nicht fahren sollte zum Beispiel, wer stark benommen ist, akut panisch, suizidal, psychotisch, extrem übermüdet, manisch enthemmt, alkoholisiert, unter Drogeneinfluss oder durch Medikamente deutlich beeinträchtigt, sollte nicht fahren. Auch starke innere Unruhe, Realitätsverlust, erhebliche Konzentrationsprobleme oder Impulsdurchbrüche können die Fahrtüchtigkeit gefährden.
Im ersten Schritt ist jeder selbst dafür verantwortlich, nur dann ein Fahrzeug zu führen, wenn er dazu in der Lage ist– körperlich, geistig und seelisch. Wer unsicher ist, sollte die behandelnde Ärztin, den behandelnden Arzt oder Ihre Psychotherapeutin konkret danach fragen und im Zweifel lieber aufs Autofahren verzichten.
Quellen
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https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-11/_node.html
BfArM: ICD-10-GM
https://www.bfarm.de/DE/Kodiersysteme/Klassifikationen/ICD/ICD-10-GM/_node.html
WHO: World mental health report – Themenseite
https://www.who.int/teams/mental-health-and-substance-use/world-mental-health-report
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KBV: Psychotherapie – ambulante psychotherapeutische Versorgung
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116117: Psychotherapie
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https://www.116117.de/media/Patienteninformation_Psychotherapie_Checkliste_barrierefrei.pdf
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GKV-Spitzenverband: Psychiatrische Institutsambulanzen
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§ 118 SGB V: Psychiatrische Institutsambulanzen
https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__118.html
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https://www.dhs.de/service/suchthilfeverzeichnis/
DHS: Suchtberatung
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TelefonSeelsorge
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Patientenleitlinie Depression, Abschnitt zu Krisen und Suizidalität
https://www.leitlinien.de/themen/depression/patientenleitlinie/depression-pll_v3_2024.pdf
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Embryotox: Hinweise zur Arzneimitteltherapie in Schwangerschaft und Stillzeit
https://www.embryotox.de/hinweise
Embryotox: Depressive Krankheitsbilder
https://www.embryotox.de/erkrankungen/details/ansicht/erkrankung/depressive-krankheitsbilder
Embryotox: Sertralin
https://www.embryotox.de/arzneimittel/details/ansicht/medikament/sertralin
Yang et al. 2022: Risk factors of perinatal depression in women
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC8793194/
Agrawal et al. 2022: Risk Factors of Postpartum Depression
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC9711915/
Nationales Zentrum Frühe Hilfen: Kinder psychisch kranker Eltern
https://www.fruehehilfen.de/grundlagen-und-fachthemen/fachthemen/kinder-psychisch-kranker-eltern/
https://www.fruehehilfen.de/fileadmin/user_upload/fruehehilfen.de/pdf/Publikation-NZFH-Handreichung-9-Eltern-psychische-Erkrankungen.pdf
https://www.fruehehilfen.de/service/publikationen/einzelansicht-publikationen/titel/eckpunktepapier-kinder-von-eltern-mit-psychischen-erkrankungen-im-kontext-der-fruehen-hilfen/
AWMF: S3-Leitlinie Kindesmisshandlung, -missbrauch, -vernachlässigung unter Einbindung der Jugendhilfe und Pädagogik
https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/027-069
WHO: Management of physical health conditions in adults with severe mental disorders
https://www.who.int/publications/i/item/978-92-4-155038-3
WHO: World mental health report
https://www.who.int/publications/i/item/9789240049338
Chan et al. 2023: Life expectancy and years of potential life lost in people with mental disorders
https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC10641487/
Verbraucherzentrale: Berufsunfähigkeitsversicherung
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/geld-versicherungen/weitere-versicherungen/berufsunfaehigkeit-wie-sie-sich-gegen-verlust-des-einkommens-absichern-13931
Verbraucherzentrale: Private Krankenversicherung – nicht für jeden sinnvoll
https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/gesundheit-pflege/krankenversicherung/private-krankenversicherung-nicht-fuer-jeden-sinnvoll-13884
Bundesgesundheitsministerium: Private Krankenversicherung
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/private-krankenversicherung
Fahrerlaubnis-Verordnung, Anlage 4
https://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/anlage_4.html
BASt: Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung
https://www.bast.de/DE/Themen/Sicherheit/U1-BLL/BLL_node.html
Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahreignung, Stand 2022
https://www.mpu-info-berlin.de/fileadmin/Dokumente/Begutachtungsleitlinien_2022.pdf
Letzte Aktualisierung der Inhalte: Oktober 2026