DZPG-Monitoring
Psychische Gesundheit in Zahlen
Wie viele Menschen sind von psychischen Erkrankungen betroffen? Wird die psychische Gesundheit der Bevölkerung besser oder schlechter? Und welche Folgen haben psychische Erkrankungen für Lebensqualität, Arbeit und Gesellschaft?
Das DZPG-Monitoring „Psychische Gesundheit in Zahlen“ gibt aktuelle und verständliche Antworten, auf Basis verlässlicher Zahlen. Es bündelt unter anderem hochwertige Daten des Robert-Koch-Instituts, des Statistischen Bundesamts und der beiden DZPG-Panels: Deutsches Gesundheitsbarometer und DigiHero.
Grafiken machen Entwicklungen sichtbar, kurze Erläuterungen helfen, die Zahlen einzuordnen. So entsteht ein kompakter Überblick darüber, wie es um die psychische Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland steht.
Zu den Daten
- Wie häufig sind psychische Erkrankungen bei Erwachsenen?
- Wie verbreitet sind Abhängigkeits-erkrankungen?
- Hat sich die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren verändert?
- Wie häufig sind psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen?
- Wie viele Menschen in Deutschland haben sich das Leben genommen?
- Welche Auswirkungen haben psychische Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit?
- Welche Rolle spielen psychische Erkrankungen für den Verlust gesunder Lebenszeit?
- Wie hoch sind die Ausgaben aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesundheitswesen?
- Wie viele Menschen zeigen Sucht-Anzeichen bei der Nutzung Sozialer Medien?
- Wieviel Zeit verbringen Kinder und Jugendliche täglich mit Sozialen Medien?
- Wie zufrieden sind die Menschen in Deutschland mit ihrem Leben? Wie sehr leiden Sie unter Stress?
- Wie wohl fühlen sich Kinder und Jugendliche?
- Wie viele Menschen fühlen sich von den Personen in ihrem Umfeld gut unterstützt?
- Einsamkeit nach Alter und Geschlecht
- Prävalenz empfundener sozialer Exklusion
Wie häufig sind psychische Erkrankungen bei Erwachsenen?
Häufigkeit psychischer Erkrankungen
28 % der Erwachsenen sind innerhalb eines Jahres von psychischen Erkrankungen betroffen.*
Etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter mehreren psychischen Störungen.
*ohne Nikotinabhängigkeit und Störungen durch Drogenmissbrauch.
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| Kategorie | Gesamt | Frauen | Männer |
|---|---|---|---|
| Angststörung | 15,4 % | 21,4 % | 9,3 % |
| Unipolare Depression | 8,2 % | 11,3 % | 5,1 % |
| Störung durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch | 5,7 % | 3,5 % | 8 % |
| Zwangsstörung | 3,6 % | 4 % | 3,3 % |
| Somatoforme Störungen | 3,5 % | 5,3 % | 1,7 % |
| Psychotische Störungen | 2,6 % | 3,1 % | 2,1 % |
| Posttraumatische Belastungsstörung | 2,3 % | 3,6 % | 0,9 % |
| Bipolare Störung | 1,5 % | 1,7 % | 1,3 % |
| Essstörungen | 0,9 % | 1,4 % | 0,5 % |
Anzahl Betroffene in Millionen
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| Kategorie | Betroffene in Millionen |
|---|---|
| Angststörung | 9,9 Mio. |
| Unipolare Depression | 5,3 Mio. |
| Störung durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch | 3,7 Mio. |
| Zwangsstörung | 2,3 Mio. |
| Somatoforme Störungen | 2,2 Mio. |
| Psychotische Störungen | 1,7 Mio. |
| Posttraumatische Belastungsstörung | 1,5 Mio. |
| Bipolare Störung | 1 Mio. |
| Essstörungen | 0,6 Mio. |
Wie verbreitet sind Abhängigkeitserkrankungen?
Häufigkeit substanzbezogener Abhängigkeitserkrankungen
Man unterscheidet zwischen Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Medikamenten oder Drogen, und Sucht nach bestimmten Aktivitäten, wie etwa Glücksspiel oder Internetnutzung.
Bei den substanzbezogenen Abhängigkeitserkrankungen sind am häufigsten Tabaksucht, gefolgt von Alkohol-, Medikamenten- und Cannabisabhängigkeit.
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| Kategorie | Gesamt | Frauen | Männer |
|---|---|---|---|
| Konventionelle Tabakprodukte | 8,3 % | 7,6 % | 8,8 % |
| Alkohol | 4,2 % | 3,1 % | 5,2 % |
| Cannabis | 1 % | 0,7 % | 1,2 % |
| Kokain | 0,1 % | 0,1 % | 0,1 % |
| Amphetamin | 0,1 % | 0,1 % | 0,2 % |
| Analgetika (Schmerzmittel) | 2,8 % | 2,7 % | 3 % |
| Hypnotika oder Sedativa (Beruhigungs- und Schlafmittel) | 1,5 % | 1 % | 1,9 % |
Häufigkeit der Glücksspielstörung
2,2 % der Erwachsenen sind süchtig nach Glücksspielen, wie virtuellen Automatenspielen, Geld- und Glücksspielautomaten oder Live-Sportwetten.
Neben der Glücksspielsucht hat in den letzten Jahren die Bedeutung internetbezogener Störungen zugenommen. Zu dieser Form von Abhängigkeitsstörung, zum Beispiel in Bezug auf Social Media, Computerspiele, Online-Shopping oder Online-Pornografie, sind derzeit in Deutschland noch keine systematischen Daten vorhanden.
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| Kategorie | Glücksspielstörung nach DSM-5 |
|---|---|
| Gesamt | 2,2 % |
| Frauen | 1,1 % |
| Männer | 3,2 % |
Hat sich die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren verändert?
Häufigkeit depressiver Symptomatik im Zeitverlauf
Es gibt derzeit keine verlässlichen aktuellen Daten zu der Frage, wie sich die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in Deutschland entwickelt hat. Was aber seit 2014 wiederholt untersucht wurde ist, wie viele Erwachsene in Deutschland unter einer depressiven Symptomatik leiden. Diese Daten können als Hinweis darauf gewertet werden, wie sich depressive Symptome und damit ein wichtiger Aspekt der psychischen Gesundheit in den letzten Jahren verändert haben. Aus den Daten kann jedoch nicht unmittelbar auf die Häufigkeit klinisch diagnostizierter psychischer Erkrankungen geschlossen werden.
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| Kategorie | Gesamt | Frauen | Männer |
|---|---|---|---|
| 2014 | 10,1 % | 11,6 % | 8,6 % |
| 2015 | |||
| 2016 | |||
| 2017 | |||
| 2018 | |||
| 2019 | 8,3 % | 8,8 % | 7,5 % |
| 2020 | |||
| 2021 | |||
| 2022 | 13,3 % | 15,2 % | 11,2 % |
| 2023 | 14,4 % | 15,4 % | 13,2 % |
Wie häufig sind psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen?
Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen
Zu Beginn der Pandemie ist die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen erheblich angestiegen. In den Folgejahren kam es zu einer Besserung. Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie ist ist die Häufigkeit psychisch belasteter Kinder und Jugendlicher jedoch weiterhin erhöht.
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| Kategorie | Basiserhebung | Prozent |
|---|---|---|
| 2014–2017 | 18 % | |
| Frühsommer 2020 | 30 % | |
| Winter 2020/2021 | 31 % | |
| Herbst 2021 | 27 % | |
| Winter 2022 | 29 % | |
| Herbst 2022 | 23 % | |
| Herbst 2023 | 23 % | |
| Herbst 2024 | 22 % | |
| Herbst 2025 | 23 % |
Wie viele Menschen in Deutschland haben sich das Leben genommen?
Anzahl der Suizide im Zeitverlauf
Im Jahr 2024 starben in Deutschland 10.372 Menschen durch Suizid. Studien weisen darauf hin, dass bei einem Großteil der Menschen, die Suizid begehen, zuvor eine psychische Erkrankungen vorlag. Zu den häufigsten damit verbundenen Erkrankungen zählen depressive Störungen, Alkohol- und Substanzabhängigkeiten, Psychosen sowie Persönlichkeitsstörungen.
(Cavanagh et al. 2003, doi 10.1017/S0033291702006943, Lönnqvist 2009, doi 10.1093/med/9780198570059.003.0038)
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| Kategorie | Gesamt | Frauen | Männer |
|---|---|---|---|
| 2015 | 10.078 | 2.681 | 7.397 |
| 2016 | 9.838 | 2.464 | 7.374 |
| 2017 | 9.235 | 2.250 | 6.985 |
| 2018 | 9.396 | 2.285 | 7.111 |
| 2019 | 9.041 | 2.199 | 6.842 |
| 2020 | 9.206 | 2.262 | 6.944 |
| 2021 | 9.215 | 2.410 | 6.805 |
| 2022 | 10.119 | 2.615 | 7.504 |
| 2023 | 10.304 | 2.826 | 7.478 |
| 2024 | 10.372 | 2.958 | 7.414 |
Welche Auswirkungen haben psychische Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit?
Ursachen für Frühverrentungen im Jahr 2024
Etwa seit der Jahrtausendwende sind psychische Störungen die Diagnosegruppe, die die meisten Frühverrentungen verursacht. Im Jahr 2024 sind in Deutschland etwa 72.000 Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung vorzeitig berentet worden. Damit waren psychische Erkrankungen die Ursache für 42 % aller neu hinzugekommenen Erwerbsminderungsrenten.
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| Kategorie | 2024 |
|---|---|
| Skelett/ Muskeln/ Bindegewebe | 16.724 |
| Herz/ Kreislauferkrankungen | 15.727 |
| Stoffwechsel/ Verdauung | 5.234 |
| Neubildungen | 24.772 |
| Psychische Störungen | 72.095 |
| Atmung | 6.214 |
| Nerven/ Sinne | 14.982 |
| Haut | 549 |
| Sonstige | 15.430 |
Welche Rolle spielen psychische Erkrankungen für den Verlust gesunder Lebenszeit?
Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre: Frauen
Diese Grafik zeigt, welche Erkrankungen die größte Rolle für den Verlust gesunder Lebensjahre spielen. Dabei wird die Zeit, die Menschen durch frühes Sterben nicht erleben, und die Zeit, in der sie durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt sind, zusammengezählt.
Psychische Störungen sowie Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren eine wichtige Rolle spielen (z. B. chronische Schmerzen) zählen zu den größten Verursachern für den Verlust gesunder Lebensjahre.
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| Kategorie | DALY |
|---|---|
| Schmerzen im unteren Rücken | 1.825 DALY |
| Koronare Herzkrankheit | 1.690 DALY |
| Kopfschmerzerkrankungen | 1.274 DALY |
| Brustkrebs | 1.130 DALY |
| Demenzen | 911 DALY |
| Diabetes mellitus | 897 DALY |
| COPD | 896 DALY |
| Schlaganfall | 880 DALY |
| Lungenkrebs | 861 DALY |
| Angststörungen | 794 DALY |
| Depressive Störungen | 783 DALY |
| Nackenschmerz | 768 DALY |
| Kolon- und Rektumkrebs | 532 DALY |
| Hypertensive Herzkrankheit | 412 DALY |
| Alkoholbezogene Störungen | 245 DALY |
| Untere Atemwegsinfektionen | 240 DALY |
| Straßenverkehrsunfälle | 154 DALY |
Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre: Männer
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| Kategorie | DALY |
|---|---|
| Koronare Herzkrankheit | 2.969 DALY |
| Schmerzen im unteren Rücken | 1.642 DALY |
| Lungenkrebs | 1.542 DALY |
| COPD | 1.115 DALY |
| Diabetes mellitus | 1.028 DALY |
| Schlaganfall | 901 DALY |
| Alkoholbezogene Störungen | 797 DALY |
| Kopfschmerzerkrankungen | 783 DALY |
| Kolon- und Rektumkrebs | 736 DALY |
| Prostatakrebs | 651 DALY |
| Demenzen | 593 DALY |
| Angststörungen | 411 DALY |
| Nackenschmerz | 372 DALY |
| Straßenverkehrsunfälle | 362 DALY |
| Depressive Störungen | 348 DALY |
| Untere Atemwegsinfektionen | 303 DALY |
| Hypertensive Herzkrankheit | 279 DALY |
Wie wird Krankheitslast gemessen?
Drei wesentliche Kennzahlen geben Auskunft über das Ausmaß der Krankheitslast. Diese können für einzelne Erkrankungen oder Erkrankungsgruppen ausgewiesen werden.
YLD
Years lived with disability (YLD) stellen den durch Morbidität bedingten Teil der Krankheitslast dar. Art der Erkrankung, Schwere und Dauer fließen in die Berechnung der gesundheitlichen Einschränkung ein.
YLL
Years of life lost (YLL) beschreiben den durch Mortalität bedingten Teil der Krankheitslast. Berechnet wird für Personen, die in einem Berichtsjahr versterben, die Differenz zwischen Alter des Todes und statistischer Restlebenserwartung.
DALY
Disability-adjusted life years (DALY) sind die Summe aus YLD und YLL und bilden die Krankheitslast insgesamt in einem Berichtsjahr ab. Die Erfassung der Indikatoren als Zeiteinheiten (Jahre) erlaubt es, YLD und YLL zu DALY zu addieren.
Wie hoch sind die Ausgaben aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesundheitswesen?
Direkte Krankheitskosten in Millionen Euro
Im Jahr 2023 wurden im Gesundheitswesen 63,3 Milliarden Euro für die medizinische Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen ausgegeben. Das sind ca. 13 % aller direkten Krankheitskosten. Während die Gesamtausgaben seit 2015 kontinuierlich angestiegen sind, blieb der Anteil aufgrund psychischer Erkrankungen an den Gesamtkosten in etwa stabil.
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| Kategorie | Psychische Störungen | Insgesamt |
|---|---|---|
| 2015 | 45.050 Mio. € | 337.051 Mio. € |
| 2020 | 54.224 Mio. € | 430.092 Mio. € |
| 2023 | 63.320 Mio. € | 491.563 Mio. € |
Wie viele Menschen zeigen Sucht-Anzeichen bei der Nutzung Sozialer Medien?
Anteil Nutzer mit suchtartiger Nutzung nach Altersgruppe
96 % der Erwachsenen in Deutschland nutzen soziale Medien. Im Durchschnitt verbringen sie damit jeden Tag 3 Stunden und 18 Minuten. Bei rund 28 % liegt eine suchtartige Nutzung vor. Besonders betroffen sind jüngere Altersgruppen. Eine suchtartige Nutzung sozialer Medien kann den Alltag und die psychische Gesundheit beeinträchtigen.
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| Kategorie | Anteil der Altersgruppe in Prozent |
|---|---|
| Unter 20-jährige | 51,3 % |
| 20- bis 39-Jährige | 34,9 % |
| 40- bis 59-Jährige | 22,9 % |
| 60- bis 79-Jährige | 8,3 % |
| 80- bis 90-Jährige | 4,6 % |
Wieviel Zeit verbringen Kinder und Jugendliche täglich mit Sozialen Medien?
Längsschnittlicher Verlauf der selbstberichteten Nutzung sozialer Medien von Kindern und Jugendlichen
95 % der Kinder und Jugendlichen nutzen soziale Medien. Jeder Fünfte Minderjährige verbringt täglich fünf oder mehr Stunden auf Tiktok, Instagram und Co.
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| Kategorie | T1 (05-06/2020) | T2 (12/2020-01/2021) | T3 (09-10/2021) | T4 (02/2022) | T5 (09-10/2022) | T6 (10-11/2023) | T7 (10/2024) |
|---|---|---|---|---|---|---|---|
| keine | 4 % | 2 % | 3 % | 3 % | 3 % | 4 % | 5 % |
| unter 1 Stunde | 7 % | 8 % | 8 % | 8 % | 9 % | 11 % | 10 % |
| 1 Stunde | 19 % | 18 % | 20 % | 20 % | 23 % | 24 % | 23 % |
| 2 Stunden | 20 % | 20 % | 28 % | 29 % | 27 % | 23 % | 24 % |
| 3 Stunden | 20 % | 21 % | 20 % | 20 % | 18 % | 19 % | 19 % |
| 5 und mehr Stunden | 30 % | 30 % | 20 % | 20 % | 19 % | 18 % | 20 % |
Wie zufrieden sind die Menschen in Deutschland mit ihrem Leben? Wie sehr leiden Sie unter Stress?
Lebenszufriedenheit nach Altersgruppe
In allen Altergruppen sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt überwiegend zufrieden mit Ihrem Leben. Menschen im Alter von 20-39 sowie Menschen über 80 Jahre sind im Durchschnitt am zufriedensten. Männer sind durchschnittlich etwas zufriedener als Frauen.
Bei den Stress-Symptomen zeigt sich ein klarer Trend: Je älter, desto weniger gestresst fühlen sich die Menschen in Deutschland. Frauen geben höhere Stresswerte an als Männer.
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| Kategorie | Lebenszufriedenheit |
|---|---|
| unter 20 Jahre | 60,63 % |
| 20–39 Jahre | 62,78 % |
| 40–59 Jahre | 58,06 % |
| 60–79 Jahre | 59,6 % |
| 80 Jahre und älter | 63,46 % |
Lebenszufriedenheit nach Geschlecht
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| Kategorie | Lebenszufriedenheit |
|---|---|
| weiblich | 58,85 % |
| männlich | 61,49 % |
Stress-Symptome nach Altersgruppe
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| Kategorie | Stresssymptome |
|---|---|
| unter 20 Jahre | 38,82 % |
| 20–39 Jahre | 34,86 % |
| 40–59 Jahre | 32,45 % |
| 60–79 Jahre | 23,03 % |
| 80 Jahre und älter | 22,47 % |
Stress-Symptome nach Geschlecht
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| Kategorie | Stresssymptome |
|---|---|
| weiblich | 34,36 % |
| männlich | 26,88 % |
Wie wohl fühlen sich Kinder und Jugendliche?
Selbstberichtete Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen
Etwa Dreiviertel der Kinder und Jugendlichen beurteilen ihre Lebensqualität als mittel oder hoch. Ein Viertel jedoch schätzt die eigene Lebensqualität als gering ein.
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| Kategorie | Anteil in Prozent |
|---|---|
| gering | 26 % |
| mittel | 68 % |
| hoch | 6 % |
Geringe Lebensqualität: Welche Kinder und Jugendlichen sind besonders betroffen?
Manche Gruppen sind stärker betroffen: Von den Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen haben 36 % eine niedrige Lebensqualität. Bei Kindern mit psychischen Auffälligkeiten sind es 57 %.
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| Kategorie | Anteil in Prozent |
|---|---|
| mit psychischen Auffälligkeiten | 57 % |
| mit sonderpädagogischem Förderbedarf | 41 % |
| aus Familien mit sehr niedrigem Einkommen | 36 % |
| 8-10-Jährige | 34 % |
| Alle Befragten | 26 % |
Wie viele Menschen fühlen sich von den Personen in ihrem Umfeld gut unterstützt?
Anteil mit starker sozialer Unterstützung nach Altersgruppe
Soziale Unterstützung – etwa durch Familie, Freunde oder Nachbarn – stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit, was Stress reduziert und die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) fördert. Sie wirkt als Puffer gegen psychische Belastungen und kann das Risiko für Depressionen und stressbedingte Beschwerden deutlich verringern.
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| Kategorie | Anteil mit starker sozialer Unterstützung in Prozent |
|---|---|
| 18-29 Jahre | 34,8 % |
| 30-44 Jahre | 40,4 % |
| 45-64 Jahre | 37,9 % |
| 65-79 Jahre | 38,3 % |
| 80 Jahre und älter | 29,1 % |
Anteil mit starker sozialer Unterstützung nach Geschlecht
In Deutschland berichtet etwa jeder dritte Erwachsene (37 %) von einer starken sozialen Unterstützung. Bei jüngeren und alten Menschen ist der Anteil der Menschen, die sich gut eingebunden fühlen, geringer. Frauen berichten häufiger von starken sozialen Netzwerken als Männer.
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| Kategorie | Anteil mit starker sozialer Unterstützung in Prozent |
|---|---|
| Frauen | 40,8 % |
| Männer | 33,8 % |
Einsamkeit nach Alter und Geschlecht
Häufigkeit empfundener Einsamkeit nach Alter: Männer
Die Häufigkeit empfundener Einsamkeit nimmt insgesamt mit zunehmendem Alter ab; besonders deutlich zeigt sich dieser Altersgradient bei Männern.
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| Kategorie | Immer | Häufig | Manchmal | Selten | Nie |
|---|---|---|---|---|---|
| < 30 Jahre | 4,3 % | 20 % | 27,8 % | 32,2 % | 15,7 % |
| 30–44 Jahre | 1,7 % | 13,4 % | 21,1 % | 37,8 % | 26 % |
| 45–59 Jahre | 1,4 % | 9,5 % | 18,3 % | 36,2 % | 34,5 % |
| 60–74 Jahre | 0,5 % | 4,9 % | 14,2 % | 38,7 % | 41,7 % |
| ≥ 75 Jahre | 0,4 % | 3,4 % | 14,3 % | 35 % | 46,9 % |
Häufigkeit empfundener Einsamkeit nach Alter: Frauen
In den höheren Altersgruppen geben Frauen häufiger als Männer an, zumindest manchmal einsam zu sein; bei den unter 30-Jährigen zeigt sich dieses Muster jedoch nicht.
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| Kategorie | Immer | Häufig | Manchmal | Selten | Nie |
|---|---|---|---|---|---|
| < 30 Jahre | 1,9 % | 17,8 % | 31,1 % | 38,6 % | 10,5 % |
| 30–44 Jahre | 1,8 % | 13,1 % | 26 % | 36 % | 23,1 % |
| 45–59 Jahre | 1,2 % | 9,7 % | 20,7 % | 38,1 % | 30,4 % |
| 60–74 Jahre | 0,7 % | 7,4 % | 22,2 % | 38,5 % | 31,2 % |
| ≥ 75 Jahre | 0,4 % | 7,7 % | 22,1 % | 39,9 % | 29,9 % |
Prävalenz empfundener sozialer Exklusion
Anteil mit empfundener sozialer Exklusion nach Alter und Geschlecht
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| Kategorie | Männer | Frauen |
|---|---|---|
| < 30 Jahre | 86,8 % (81,8–90,6 %) | 86,3 % (83,4–88,7 %) |
| 30–44 Jahre | 76,9 % (74,4–79,2 %) | 79,4 % (77,9–80,9 %) |
| 45–59 Jahre | 68 % (66,1–69,9 %) | 71,3 % (70,1–72,5 %) |
| 60–74 Jahre | 60,6 % (59,1–62,1 %) | 66,8 % (65,5–68 %) |
| ≥ 75 Jahre | 63 % (60,3–65,6 %) | 67,7 % (64–71,1 %) |
Letzte Aktualisierung der Inhalte: Oktober 2026