DZPG-Monitoring

Psychische Gesundheit in Zahlen

Wie viele Menschen sind von psychischen Erkrankungen betroffen? Wird die psychische Gesundheit der Bevölkerung besser oder schlechter? Und welche Folgen haben psychische Erkrankungen für Lebensqualität, Arbeit und Gesellschaft?

Das DZPG-Monitoring „Psychische Gesundheit in Zahlen“ gibt aktuelle und verständliche Antworten, auf Basis verlässlicher Zahlen. Es bündelt unter anderem hochwertige Daten des Robert-Koch-Instituts, des Statistischen Bundesamts und der beiden DZPG-Panels: Deutsches Gesundheitsbarometer und DigiHero.

Grafiken machen Entwicklungen sichtbar, kurze Erläuterungen helfen, die Zahlen einzuordnen. So entsteht ein kompakter Überblick darüber, wie es um die psychische Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland steht.

Wie häufig sind psychische Erkrankungen bei Erwachsenen?

Häufigkeit psychischer Erkrankungen

28 % der Erwachsenen sind innerhalb eines Jahres von psychischen Erkrankungen betroffen.*
Etwa die Hälfte der Betroffenen leidet unter mehreren psychischen Störungen.

*ohne Nikotinabhängigkeit und Störungen durch Drogenmissbrauch.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Gesamt Frauen Männer
Angststörung 15,4 % 21,4 % 9,3 %
Unipolare Depression 8,2 % 11,3 % 5,1 %
Störung durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch 5,7 % 3,5 % 8 %
Zwangsstörung 3,6 % 4 % 3,3 %
Somatoforme Störungen 3,5 % 5,3 % 1,7 %
Psychotische Störungen 2,6 % 3,1 % 2,1 %
Posttraumatische Belastungsstörung 2,3 % 3,6 % 0,9 %
Bipolare Störung 1,5 % 1,7 % 1,3 %
Essstörungen 0,9 % 1,4 % 0,5 %
Quelle: Jacobi et al. 2016, Nervenarzt 87, 88–90 (DEGS1-MH)

Anzahl Betroffene in Millionen

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Betroffene in Millionen
Angststörung 9,9 Mio.
Unipolare Depression 5,3 Mio.
Störung durch Alkohol- und Medikamentenmissbrauch 3,7 Mio.
Zwangsstörung 2,3 Mio.
Somatoforme Störungen 2,2 Mio.
Psychotische Störungen 1,7 Mio.
Posttraumatische Belastungsstörung 1,5 Mio.
Bipolare Störung 1 Mio.
Essstörungen 0,6 Mio.
Quelle: Jacobi et al. 2016, Nervenarzt 87, 88–90 (DEGS1-MH)

Wie verbreitet sind Abhängigkeitserkrankungen?

Häufigkeit substanzbezogener Abhängigkeitserkrankungen

Man unterscheidet zwischen Abhängigkeit von Substanzen wie Alkohol, Medikamenten oder Drogen, und Sucht nach bestimmten Aktivitäten, wie etwa Glücksspiel oder Internetnutzung.

Bei den substanzbezogenen Abhängigkeitserkrankungen sind am häufigsten Tabaksucht, gefolgt von Alkohol-, Medikamenten- und Cannabisabhängigkeit.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Gesamt Frauen Männer
Konventionelle Tabakprodukte 8,3 % 7,6 % 8,8 %
Alkohol 4,2 % 3,1 % 5,2 %
Cannabis 1 % 0,7 % 1,2 %
Kokain 0,1 % 0,1 % 0,1 %
Amphetamin 0,1 % 0,1 % 0,2 %
Analgetika (Schmerzmittel) 2,8 % 2,7 % 3 %
Hypnotika oder Sedativa (Beruhigungs- und Schlafmittel) 1,5 % 1 % 1,9 %
Quelle: Olderbak et al. 2025, Deutsches Ärzteblatt International 122, 625–631 (ESA 2024)

Häufigkeit der Glücksspielstörung

2,2 % der Erwachsenen sind süchtig nach Glücksspielen, wie virtuellen Automatenspielen, Geld- und Glücksspielautomaten oder Live-Sportwetten.

Neben der Glücksspielsucht hat in den letzten Jahren die Bedeutung internetbezogener Störungen zugenommen. Zu dieser Form von Abhängigkeitsstörung, zum Beispiel in Bezug auf Social Media, Computerspiele, Online-Shopping oder Online-Pornografie, sind derzeit in Deutschland noch keine systematischen Daten vorhanden.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Glücksspielstörung nach DSM-5
Gesamt 2,2 %
Frauen 1,1 %
Männer 3,2 %
Quelle: Glücksspiel-Survey 2025

Hat sich die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in den letzten Jahren verändert?

Häufigkeit depressiver Symptomatik im Zeitverlauf

Es gibt derzeit keine verlässlichen aktuellen Daten zu der Frage, wie sich die Häufigkeit psychischer Erkrankungen in Deutschland entwickelt hat. Was aber seit 2014 wiederholt untersucht wurde ist, wie viele Erwachsene in Deutschland unter einer depressiven Symptomatik leiden. Diese Daten können als Hinweis darauf gewertet werden, wie sich depressive Symptome und damit ein wichtiger Aspekt der psychischen Gesundheit in den letzten Jahren verändert haben. Aus den Daten kann jedoch nicht unmittelbar auf die Häufigkeit klinisch diagnostizierter psychischer Erkrankungen geschlossen werden.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Gesamt Frauen Männer
2014 10,1 % 11,6 % 8,6 %
2015
2016
2017
2018
2019 8,3 % 8,8 % 7,5 %
2020
2021
2022 13,3 % 15,2 % 11,2 %
2023 14,4 % 15,4 % 13,2 %
Quelle: Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Depressive Symptomatik (ab 18 Jahre), 2014–2023

Wie häufig sind psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen?

Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen

Zu Beginn der Pandemie ist die Häufigkeit psychischer Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen erheblich angestiegen. In den Folgejahren kam es zu einer Besserung. Im Vergleich zu den Jahren vor der Pandemie ist ist die Häufigkeit psychisch belasteter Kinder und Jugendlicher jedoch weiterhin erhöht.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Basiserhebung Prozent
2014–2017 18 %
Frühsommer 2020 30 %
Winter 2020/2021 31 %
Herbst 2021 27 %
Winter 2022 29 %
Herbst 2022 23 %
Herbst 2023 23 %
Herbst 2024 22 %
Herbst 2025 23 %
Quelle: Kaman et al. 2026, European Child & Adolescent Psychiatry (COPSY-Studie)

Wie viele Menschen in Deutschland haben sich das Leben genommen?

Anzahl der Suizide im Zeitverlauf

Im Jahr 2024 starben in Deutschland 10.372 Menschen durch Suizid. Studien weisen darauf hin, dass bei einem Großteil der Menschen, die Suizid begehen, zuvor eine psychische Erkrankungen vorlag. Zu den häufigsten damit verbundenen Erkrankungen zählen depressive Störungen, Alkohol- und Substanzabhängigkeiten, Psychosen sowie Persönlichkeitsstörungen.

(Cavanagh et al. 2003, doi 10.1017/S0033291702006943, Lönnqvist 2009, doi 10.1093/med/9780198570059.003.0038)

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Kategorie Gesamt Frauen Männer
2015 10.078 2.681 7.397
2016 9.838 2.464 7.374
2017 9.235 2.250 6.985
2018 9.396 2.285 7.111
2019 9.041 2.199 6.842
2020 9.206 2.262 6.944
2021 9.215 2.410 6.805
2022 10.119 2.615 7.504
2023 10.304 2.826 7.478
2024 10.372 2.958 7.414
Quelle: Statistisches Bundesamt, Todesursachenstatistik

Welche Auswirkungen haben psychische Erkrankungen auf die Arbeitsfähigkeit?

Ursachen für Frühverrentungen im Jahr 2024

Etwa seit der Jahrtausendwende sind psychische Störungen die Diagnosegruppe, die die meisten Frühverrentungen verursacht. Im Jahr 2024 sind in Deutschland etwa 72.000 Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung vorzeitig berentet worden. Damit waren psychische Erkrankungen die Ursache für 42 % aller neu hinzugekommenen Erwerbsminderungsrenten.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie 2024
Skelett/ Muskeln/ Bindegewebe 16.724
Herz/ Kreislauferkrankungen 15.727
Stoffwechsel/ Verdauung 5.234
Neubildungen 24.772
Psychische Störungen 72.095
Atmung 6.214
Nerven/ Sinne 14.982
Haut 549
Sonstige 15.430
Quelle: Deutsche Rentenversicherung, Rentenversicherung in Zeitreihen

Welche Rolle spielen psychische Erkrankungen für den Verlust gesunder Lebenszeit?

Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre: Frauen

Diese Grafik zeigt, welche Erkrankungen die größte Rolle für den Verlust gesunder Lebensjahre spielen. Dabei wird die Zeit, die Menschen durch frühes Sterben nicht erleben, und die Zeit, in der sie durch Krankheit oder Behinderung eingeschränkt sind, zusammengezählt.

Psychische Störungen sowie Erkrankungen, bei denen psychische Faktoren  eine wichtige Rolle spielen (z. B. chronische Schmerzen) zählen zu den größten Verursachern für den Verlust gesunder Lebensjahre.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie DALY
Schmerzen im unteren Rücken 1.825 DALY
Koronare Herzkrankheit 1.690 DALY
Kopfschmerzerkrankungen 1.274 DALY
Brustkrebs 1.130 DALY
Demenzen 911 DALY
Diabetes mellitus 897 DALY
COPD 896 DALY
Schlaganfall 880 DALY
Lungenkrebs 861 DALY
Angststörungen 794 DALY
Depressive Störungen 783 DALY
Nackenschmerz 768 DALY
Kolon- und Rektumkrebs 532 DALY
Hypertensive Herzkrankheit 412 DALY
Alkoholbezogene Störungen 245 DALY
Untere Atemwegsinfektionen 240 DALY
Straßenverkehrsunfälle 154 DALY
Quelle: Porst et al. 2022, Deutsches Ärzteblatt 119 (46), 785–792 (BURDEN 2020)

Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre: Männer

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie DALY
Koronare Herzkrankheit 2.969 DALY
Schmerzen im unteren Rücken 1.642 DALY
Lungenkrebs 1.542 DALY
COPD 1.115 DALY
Diabetes mellitus 1.028 DALY
Schlaganfall 901 DALY
Alkoholbezogene Störungen 797 DALY
Kopfschmerzerkrankungen 783 DALY
Kolon- und Rektumkrebs 736 DALY
Prostatakrebs 651 DALY
Demenzen 593 DALY
Angststörungen 411 DALY
Nackenschmerz 372 DALY
Straßenverkehrsunfälle 362 DALY
Depressive Störungen 348 DALY
Untere Atemwegsinfektionen 303 DALY
Hypertensive Herzkrankheit 279 DALY
Quelle: Porst et al. 2022, Deutsches Ärzteblatt 119 (46), 785–792 (BURDEN 2020)

Wie wird Krankheitslast gemessen?

Drei wesentliche Kennzahlen geben Auskunft über das Ausmaß der Krankheitslast. Diese können für einzelne Erkrankungen oder Erkrankungsgruppen ausgewiesen werden.

YLD
Years lived with disability (YLD) stellen den durch Morbidität bedingten Teil der Krankheitslast dar. Art der Erkrankung, Schwere und Dauer fließen in die Berechnung der gesundheitlichen Einschränkung ein.

YLL
Years of life lost (YLL) beschreiben den durch Mortalität bedingten Teil der Krankheitslast. Berechnet wird für Personen, die in einem Berichtsjahr versterben, die Differenz zwischen Alter des Todes und statistischer Restlebenserwartung.

DALY
Disability-adjusted life years (DALY) sind die Summe aus YLD und YLL und bilden die Krankheitslast insgesamt in einem Berichtsjahr ab. Die Erfassung der Indikatoren als Zeiteinheiten (Jahre) erlaubt es, YLD und YLL zu DALY zu addieren.

Wie hoch sind die Ausgaben aufgrund psychischer Erkrankungen im Gesundheitswesen?

Direkte Krankheitskosten in Millionen Euro

Im Jahr 2023 wurden im Gesundheitswesen 63,3 Milliarden Euro für die medizinische Behandlung, Prävention, Rehabilitation und Pflege im Zusammenhang mit psychischen Erkrankungen ausgegeben. Das sind ca. 13 % aller direkten Krankheitskosten. Während die Gesamtausgaben seit 2015 kontinuierlich angestiegen sind, blieb der Anteil aufgrund psychischer Erkrankungen an den Gesamtkosten in etwa stabil.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Psychische Störungen Insgesamt
2015 45.050 Mio. € 337.051 Mio. €
2020 54.224 Mio. € 430.092 Mio. €
2023 63.320 Mio. € 491.563 Mio. €
Quelle: Statistisches Bundesamt 2026, Krankheitskosten (GENESIS-Online)

Wie viele Menschen zeigen Sucht-Anzeichen bei der Nutzung Sozialer Medien?

Anteil Nutzer mit suchtartiger Nutzung nach Altersgruppe

96 % der Erwachsenen in Deutschland nutzen soziale Medien. Im Durchschnitt verbringen sie damit jeden Tag 3 Stunden und 18 Minuten. Bei rund 28 % liegt eine suchtartige Nutzung vor. Besonders betroffen sind jüngere Altersgruppen. Eine suchtartige Nutzung sozialer Medien kann den Alltag und die psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Anteil der Altersgruppe in Prozent
Unter 20-jährige 51,3 %
20- bis 39-Jährige 34,9 %
40- bis 59-Jährige 22,9 %
60- bis 79-Jährige 8,3 %
80- bis 90-Jährige 4,6 %
Quelle: Deutsches Gesundheitsbarometer 2025

Wieviel Zeit verbringen Kinder und Jugendliche täglich mit Sozialen Medien?

Längsschnittlicher Verlauf der selbstberichteten Nutzung sozialer Medien von Kindern und Jugendlichen

95 % der Kinder und Jugendlichen nutzen soziale Medien. Jeder Fünfte Minderjährige verbringt täglich fünf oder mehr Stunden auf Tiktok, Instagram und Co.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie T1 (05-06/2020) T2 (12/2020-01/2021) T3 (09-10/2021) T4 (02/2022) T5 (09-10/2022) T6 (10-11/2023) T7 (10/2024)
keine 4 % 2 % 3 % 3 % 3 % 4 % 5 %
unter 1 Stunde 7 % 8 % 8 % 8 % 9 % 11 % 10 %
1 Stunde 19 % 18 % 20 % 20 % 23 % 24 % 23 %
2 Stunden 20 % 20 % 28 % 29 % 27 % 23 % 24 %
3 Stunden 20 % 21 % 20 % 20 % 18 % 19 % 19 %
5 und mehr Stunden 30 % 30 % 20 % 20 % 19 % 18 % 20 %
Quelle: Kaman et al. 2025, Bundesgesundheitsblatt 68, 670–680 (COPSY-Längsschnittstudie)

Wie zufrieden sind die Menschen in Deutschland mit ihrem Leben? Wie sehr leiden Sie unter Stress?

Lebenszufriedenheit nach Altersgruppe

In allen Altergruppen sind die Menschen in Deutschland im Durchschnitt überwiegend zufrieden mit Ihrem Leben. Menschen im Alter von 20-39 sowie Menschen über 80 Jahre sind im Durchschnitt am zufriedensten. Männer sind durchschnittlich etwas zufriedener als Frauen.

Bei den Stress-Symptomen zeigt sich ein klarer Trend: Je älter, desto weniger gestresst fühlen sich die Menschen in Deutschland. Frauen geben höhere Stresswerte an als Männer.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Lebenszufriedenheit
unter 20 Jahre 60,63 %
20–39 Jahre 62,78 %
40–59 Jahre 58,06 %
60–79 Jahre 59,6 %
80 Jahre und älter 63,46 %
Quelle: Deutsches Gesundheitsbarometer 2025

Lebenszufriedenheit nach Geschlecht

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Lebenszufriedenheit
weiblich 58,85 %
männlich 61,49 %
Quelle: Deutsches Gesundheitsbarometer 2025

Stress-Symptome nach Altersgruppe

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Stresssymptome
unter 20 Jahre 38,82 %
20–39 Jahre 34,86 %
40–59 Jahre 32,45 %
60–79 Jahre 23,03 %
80 Jahre und älter 22,47 %
Quelle: Deutsches Gesundheitsbarometer 2025

Stress-Symptome nach Geschlecht

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Stresssymptome
weiblich 34,36 %
männlich 26,88 %
Quelle: Deutsches Gesundheitsbarometer 2025

Wie wohl fühlen sich Kinder und Jugendliche?

Selbstberichtete Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen

Etwa Dreiviertel der Kinder und Jugendlichen beurteilen ihre Lebensqualität als mittel oder hoch. Ein Viertel jedoch schätzt die eigene Lebensqualität als gering ein.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Anteil in Prozent
gering 26 %
mittel 68 %
hoch 6 %
Quelle: Deutsches Schulbarometer: Befragung Schüler:innen 2025/2026

Geringe Lebensqualität: Welche Kinder und Jugendlichen sind besonders betroffen?

Manche Gruppen sind stärker betroffen: Von den Kindern und Jugendlichen aus Familien mit geringem Einkommen haben 36 % eine niedrige Lebensqualität. Bei Kindern mit psychischen Auffälligkeiten sind es 57 %.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Anteil in Prozent
mit psychischen Auffälligkeiten 57 %
mit sonderpädagogischem Förderbedarf 41 %
aus Familien mit sehr niedrigem Einkommen 36 %
8-10-Jährige 34 %
Alle Befragten 26 %
Quelle: Deutsches Schulbarometer: Befragung Schüler:innen 2025/2026

Wie viele Menschen fühlen sich von den Personen in ihrem Umfeld gut unterstützt?

Anteil mit starker sozialer Unterstützung nach Altersgruppe

Soziale Unterstützung – etwa durch Familie, Freunde oder Nachbarn – stärkt das Gefühl von Zugehörigkeit und Sicherheit, was Stress reduziert und die psychische Widerstandsfähigkeit (Resilienz) fördert. Sie wirkt als Puffer gegen psychische Belastungen und kann das Risiko für Depressionen und stressbedingte Beschwerden deutlich verringern.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Anteil mit starker sozialer Unterstützung in Prozent
18-29 Jahre 34,8 %
30-44 Jahre 40,4 %
45-64 Jahre 37,9 %
65-79 Jahre 38,3 %
80 Jahre und älter 29,1 %
Quelle: Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Soziale Unterstützung (ab 18 Jahre), 2024

Anteil mit starker sozialer Unterstützung nach Geschlecht

In Deutschland berichtet etwa jeder dritte Erwachsene (37 %) von einer starken sozialen Unterstützung. Bei jüngeren und alten Menschen ist der Anteil der Menschen, die sich gut eingebunden fühlen, geringer. Frauen berichten häufiger von starken sozialen Netzwerken als Männer.

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Anteil mit starker sozialer Unterstützung in Prozent
Frauen 40,8 %
Männer 33,8 %
Quelle: Robert Koch-Institut, Gesundheitsberichterstattung des Bundes: Soziale Unterstützung (ab 18 Jahre), 2024

Einsamkeit nach Alter und Geschlecht

Häufigkeit empfundener Einsamkeit nach Alter: Männer

Die Häufigkeit empfundener Einsamkeit nimmt insgesamt mit zunehmendem Alter ab; besonders deutlich zeigt sich dieser Altersgradient bei Männern.

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Kategorie Immer Häufig Manchmal Selten Nie
< 30 Jahre 4,3 % 20 % 27,8 % 32,2 % 15,7 %
30–44 Jahre 1,7 % 13,4 % 21,1 % 37,8 % 26 %
45–59 Jahre 1,4 % 9,5 % 18,3 % 36,2 % 34,5 %
60–74 Jahre 0,5 % 4,9 % 14,2 % 38,7 % 41,7 %
≥ 75 Jahre 0,4 % 3,4 % 14,3 % 35 % 46,9 %
Quelle: DZPG-MDS-Datensatz (N = 24.277), Stand 08.09.2026

Häufigkeit empfundener Einsamkeit nach Alter: Frauen

In den höheren Altersgruppen geben Frauen häufiger als Männer an, zumindest manchmal einsam zu sein; bei den unter 30-Jährigen zeigt sich dieses Muster jedoch nicht.

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Kategorie Immer Häufig Manchmal Selten Nie
< 30 Jahre 1,9 % 17,8 % 31,1 % 38,6 % 10,5 %
30–44 Jahre 1,8 % 13,1 % 26 % 36 % 23,1 %
45–59 Jahre 1,2 % 9,7 % 20,7 % 38,1 % 30,4 %
60–74 Jahre 0,7 % 7,4 % 22,2 % 38,5 % 31,2 %
≥ 75 Jahre 0,4 % 7,7 % 22,1 % 39,9 % 29,9 %
Quelle: DZPG-MDS-Datensatz (N = 24.277), Stand 08.09.2026

Prävalenz empfundener sozialer Exklusion

Anteil mit empfundener sozialer Exklusion nach Alter und Geschlecht

Daten als Tabelle anzeigen
Kategorie Männer Frauen
< 30 Jahre 86,8 % (81,8–90,6 %) 86,3 % (83,4–88,7 %)
30–44 Jahre 76,9 % (74,4–79,2 %) 79,4 % (77,9–80,9 %)
45–59 Jahre 68 % (66,1–69,9 %) 71,3 % (70,1–72,5 %)
60–74 Jahre 60,6 % (59,1–62,1 %) 66,8 % (65,5–68 %)
≥ 75 Jahre 63 % (60,3–65,6 %) 67,7 % (64–71,1 %)
Quelle: DZPG-MDS-Datensatz (N = 24.277), Stand 08.09.2026

Letzte Aktualisierung der Inhalte: Oktober 2026